Sonntag, 3. Juli 2011

Hanna






Hanna (gesehen im Mai 2011 im Metropolis) - Joe Wright
Meine Meinung: "1 = Ein Muss"

"Bourne Identity" trifft die Gebrüder Grimm; wow ... .

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Jochen F. Schude

Montag, 2. Mai 2011

Four Lions








Four Lions (gesehen im April 2011 im Off Broadway) - Christopher Morris
Meine Meinung: "1 = Ein Muss"

Ist es jetzt eine Komödie, bitterer Ernst oder jugendgefährdend? Es ist von allem etwas und das mit unglaublicher Virtuosität!

Der reale Wahnsinn, wenn einer der 4 Löwen zwischen seinem total westlich integriertem Familienleben und dem Plan ihres Selbstmordattentates hin und her wechselt, ist mehr als bedrückend, insbesondere wenn er dabei seinem Kind GuteNachtGeschichten in Al-Qaida-Manier erzählt und schliesslich in einem Anflug von Zweifel durch seine Frau getröstet und bestärkt wird.
Wenn diese Szenen vorbei sind, erscheint die Idee des Profilings und des daraus abgeleiteten Konzepts auch nur einen Fitzel dessen zu verstehen was einen Menschen bewegt haben könnte, als vollkommen hinrissig und weltfremd.
Im Nachhinein gibt es tausende von Bildern, aus allen möglichen Quellen, die das geschehene Abstrusum beschreiben, aber niemals gab es auch nur den Hauch einer Chance diesen Dilettanten auf die Spur zu kommen. Stattdessen übt sich der Sicherheitsapparat im abfrühstücken seiner Vorurteile und eigenem Unvermögen.
Das Lachen über wirklich gelungenen Slapstick, Monty Python Referenzen und die Grunddebilität einzelner Protagonisten bleibt einem auf die Dauer mehr und mehr im Halse stecken.
In der Trostlosigkeit dieser englischen Einöde und der Nervigkeit eines 9to5 Jobs (Videoüberwachung) erscheint die Idee eines Anschlagausflugs schon fast beseelend.

Beherzt ist auch der Philosophische Exkurs über das Weiterleben als Märtyrer, als dass dieses Weiterleben erst dann gewährleistet ist, wenn ein Lebewesen in den Tod gerissen wurde, von dem anzunehmen ist das es eine Seele hat. Wie gehen die Jungs also damit um, das der Tote in diesem Fall ein Schaf ist!

Der Film ist einer wunderbare Diskussionsgrundlage über das: "Wer sind wir, was wollen wir und wo wollen wir hin?" und der Soundtrack auf dem Weg in die Hölle, passt dazu mit "Dancing in the Moonlight" betörend gutgelaunt.



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Jochen F. Schude

Sonntag, 10. April 2011

The King's Speech



The King's Speech (gesehen im April 2011 im Metropolis) - Tom Hooper
Meine Meinung: "1 = Ein Muss"

Eine Phrase dieses Films, sagt eigentlich schon alles. "Was hast du gemacht?" fragt der eine Bruder den anderen, seines Zeichens seit kurzem König von England; "Kinging" antwortet der, "Just doing things, what a King is suppose to do!"
Na und wenn das so einfach wäre wie es Edward, der später abdankte, es erscheinen lässt, dann wäre es für George der nach ihm König wird, nicht so schwer geworden.

Er, ein Stotterer der eher Worte erst garnicht über seine Lippen bekommt, begeleitet von würgenden Geräuschen oder in sekunderlange Stille gequält mit einem Wort kämpft als jemand der bei einem Wort den Anfangsbuchstaben mehrfach wiederholt, bis der Rest mit Schwung heraussprudelt um dann beim nächste wieder in diese Schleife einzutauchen, muss jetzt "Kinging" und dabei seinen Mann stehen.

Das traut ihm Keiner so richtig zu, ausser seiner Frau vielleicht (heute bekannt als Queen Mum) und sein Sprach-Coach. Wie diese beiden Männer es schaffen sich zusammenzuraufen und gemeinsam gegen Gott und die Welt und sich selbst kämpfend, das unmögliche wahr werden lassen, ist wunderbar schön und ergreifend erzählt.



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Jochen F. Schude

Mittwoch, 9. März 2011

Hurt Locker







Hurt Locker (gesehen im März 2011 auf DVD) - Kathryn Bigelow
Meine Meinung: "1 = Ein Muss"

Kinder, Kinder, Kinder! Stellt Euch vor es ist Krieg und jeder geht hin! Alle sind mittenmang und Keiner läuft weg! Wohin auch? Das Schlachtfeld ist überall, egal ob Stadt oder Acker. Die Guten wollen retten was nicht zu retten ist und die Bösen sehen alle aus wie wir, wenn wir Araber wären.
Wenn die Definition des asymmetrischen Krieges schon mal im Gespräch auftauchte und wenig Verständnis erzeugte, dann ist dieser Film die nervenzerüttende Echtzeit Darstellung dieses Zustandes. Der Feind scheint überall; es gibt keine offene Auseinandersetzung; du kannst dich nur noch auf deinen dir nächsten Kamaraden verlassen und Ritterlichkeit ist eine todbringende Illusion. Zu allem Überfluss können diesmal noch nichteinmal der Dschungel oder asiatische Gesichtszüge als Entschuldigung ins Feld geführt werden.
Es gibt nur das Sterben und das in den abstrusesten Varianten. Ob es dann physisch als körperzerreissende Bombe oder als halsdurchschlagende Kugel daher kommt bzw. im psychischen Sinne einen Thrill beschreibt der einen nicht mehr loslässt und so die persönliche Normalität zerstört, spielt für das Individuum keine Rolle.
Es gibt nur Leid. Leid bei allen Beteiligten, insbesondere den eigentlich nicht beteiligten Zivilisten.

Dieses Szenario als Action-Film umzusetzen ohne dabei den üblichen Verführungen des Generes zu erliegen, ist der nicht umsonst mit dem Oscar prämierten Leistung der Regie und der bis ins Letzte wunderbar besetzten Darsteller-Crew, zu verdanken.

Wahrscheinlich brauchte es eine Frau um in diesem Männer-Territorium die Betonung auf die wichtigen, letztendlich unser menschlichen Leben definierenden Aspekte zu lenken.


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Jochen F. Schude

Montag, 7. Februar 2011

Tron - Legacy







Tron - Legacy (gesehen im Februar 2011 im Cinedom) - Joseph Kosinski
Meine Meinung: "3 = Geht so"

Mann;mann,mann. Da gibt es dann Teil 2 und Teil 1 liegt fast 30 Jahre zurück. Vor mehr als 20 Jahren habe ich kopfschüttelnd und basserstaunt im 2D Kino gesessen und mir die Augen gerieben um heute kopfschüttelnd im 3D Kino zu sitzen. Eigentlich ist das gar nicht Teil 2, es ist Teil 1 nur nochmal erzählt! Na wenn das ma' nich' langweilig wird? Tja und genauso isses dann geworden; langweilig.
Das jeweils erste Mal wenn einer dieser Wahnsinnseffekte sich zeigt steigt die Aufregung ein bisserl aber auch genauso schnell isse' wieder weg, weil es nichts gibt was sich entwickelt. Die ersten Male wenn dieser gewaltige DAF-PUNK Sound die Kinosessel erzittern lässt, kommt ein leichtes Kribbeln auf, aber das wars dann auch schon. Die Story war schon vor über 20 Jahren geeckig, flach und ziemllich technoid und heute ist sie eigentlich noch flacher.
Naja und wenn dann so ein wirklich guter Schauspieler wie Jeff Bridges (siehe: The Big Lebowski) es nicht schafft auch nur ein wenig Emotion in diese verspiegelte Monsterkulisse zu zaubern, dann wars das halt. Als Technikbeweis wird der Film in 20 Jahren zitiert werden, weil er der erste war der ... und ... eingesetzt und umgesetzt hat, aber als Film wird in 20 Jahren dann nur noch der derweil 50 Jahre alte Teil 1 zitiert werden.

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Jochen F. Schude

Montag, 27. Dezember 2010

A Somewhat Gentle Man








A Somewhat Gentle Man (gesehen im Dezember 2010 im Off Broadway) - Hans Petter Moland
Meine Meinung: "2 = Cool"

Eigentlich hätte der Film ja heissen müssen: "Ulrik und die Frauen" aber das wäre dann wahrscheinlich doch zu platt gewesen.

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Jochen F. Schude

The kids are alright







The Kids are alright (gesehen im Dezember 2010 im Off Broadway) - Lisa Cholodenko
Meine Meinung: "2 = Cool"

Das eine Paarbeziehung aus 70% Arbeit, aus 10% Glück in Form des Zufalls und 20% aus Glück im eigentlichen Sinne besteht, war eigentlich klar! Es aber im Spiegel so wunderbar entzerrt zu bekommen ist wahrlich ein grosses Glück!

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Jochen F. Schude