Samstag, 21. Januar 2012

Ziemlich beste Freunde




Ziemlich beste Freunde (gesehen im Januar 2012 im Cinedom Köln) - Olivier Nakache, Eric Toledano
Meine Meinung: "1 = Ein Muss"

Kultur-Zusammanstoss oder Banlieue trifft auf das 6. Arrondissement; das klingt anstrengend und hätte es von deutscher Auteurhand auch bestimmt werden können, aber GottseiDank waren Franzosen am Werk und haben in einer "komm-lass-uns-ein-paar-freunde-bei-alltäglichkeiten-filmen-und-schaun-mal-was-dabei-so-rauskommen-kann-Manier" einen sehr lustigen und berührenden Film gedreht.
Was alles passieren kann, wenn ein reicher Querschnittsgelähmter einen männlichen Pfleger sucht bzw. wie die Probezeit des Letzteren aussieht, ist eigentlich schon alles was der Film erzählt.
Wie dabei wunderbarerweise alle nur erdenklichen Vorurteile durchgehechelt werden bzw. wie die Art und Weise dieses Durchdeklinierens selbst vor Behinderten-, Minderheiten und Milieuwitzen nicht halt macht, ist sehr erfrischend hat etwas zutiefst menschliches. Wir können halt nicht anders, auch wenn wir uns das manchmal oder vielleicht auch sehr oft wünschen.
Lange habe ich nicht mehr so schallend gelacht im Kino (alleine die Opernszene ,in der sich Driss (der Pfleger) über das Dargebotene vor lauter Lachen und Prusten sich nicht  mehr einkriegen will - ist wunderbar) und bin mit so einem beschwingten und positiven Gefühl aus dem Kino gekommen.


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Jochen F. Schude

Mittwoch, 4. Januar 2012

The Ides of March




The Ides of March (gesehen im Januar 2012 (amerikanisches Original mit Untertiteln) im Off Broadway) - George Clooney
Meine Meinung: "1 = Ein Muss"

Ein guter Freund beschrieb den Film mit einem Zitat aus Tödliche Entscheidung von Sidney Lumet " ... die Welt ist ein böser und dunkler Ort" insbesondere wenn es wie in diesem Fall um Ideale im Feld der Politik geht.
Hier nicht die Orientierung zu verlieren oder sich selbst, ist nicht leicht, egal wie talentiert und moralisch überzeugt jeder glaubt zu sein. Zynismus ist der Panzer den jeder in dieser Schlacht (zumindest diejenigen die sich schon öfters geprügelt haben) trägt.
In diesem Kammerspiel zählt jedes Augenbrauenzucken, jede Frage kann eigentlich nur mit einer Gegenfrage beantwortet werden, es sei denn die Antwort entspricht der gescripteten Realität die der jeweilige Kandidat als seine Überzeugung verkaufen will. Wie einer in so einem Haifischbecken überlebt und sich dabei häutet wird in 101 spannenden Minuten mit einer Mega-Besetzung (Ryan Gosling, George Clooney, Philip Seymour Hoffman, Paul Giamatti, Evan Rachel Wood, Marisa Tomei ...) packend erzählt. Bravo.

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Jochen F. Schude

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Mission Impossible "Phantom Protokoll"



Mission Impossible "Phantom Protokoll" (gesehen im Dez. 2011 im Cineplex Olpe) - Brad Bird Meine Meinung: "2 = Cool"

Was ist zu erwarten von einem Franchise in seiner 4ten Fortsetzung? Das Übliche, was nicht besonders viel ist, dem Film aber gewaltig hilft. Die Erwartungshaltung nach dem nicht sonderlich erinnerbaren letzten Teil, war nicht hoch.
So entwickelt sich eine Geschichte mit mehr menschlichen Zügen, einem gesunden Misstrauen in die bis dato 1000% zuverlässige Technik und einem Gefühl von "eigentlich nicht mehr weiterwissend".
Die Helden und Heldinnen sind zurückgeworfen auf Ihre essentiellen Eigenschaften, Entschlossenheit, Professionalismus, "McGyverIsmus" und eisernen Willen.
Der Plot ist Staffage, aber wie die einzelnen Schritte bis zum Ende choreographiert sind, ist  unterhaltsam anzuschauen. Alleine das Intro ist mit einer Ballettaufführung oder einer Salonprügelei zu vergleichen, die das Team auf der Höhe seiner  Fähigkeiten zeigt. Das Typ-Casting wird auch ein wenig aufgebrochen, als das sich nicht nur die Männer hauen dürfen sondern auch die Mädels diesmal ihre eigene Corrida bekommen. Und den Frauen geht dabei dann schon in erfrischender Weise die Ritterlichkeit der männlichen Kollegen ab. Nicht umsonst heisst eine solche Szene im angelsächsischen "Cat-Fight"; miau.
Also Kopf ausschalten, zurücklehnen, sich in "nicht 3-D" mitreissen lassen und die vorweihnachtlichen Mühen für 120plus Minuten vergessen.

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Jochen F. Schude

Sonntag, 27. November 2011

Die Abenteuer von Tim und Struppi



Die Abenteuer von Tim und Struppi (gesehen im Nov. 2011 (in 3D) im Cinedome) - Steven Spielberg Meine Meinung: "3 = Hat was"

Hrmmmmmmmmm, das ist nicht einfach, diesen Film zu beschreiben, der ja eigentlich ein 3D-mässiger Comix geworden ist.
Die Tin Tin Kenner werden sich winden, wenn Sie miterleben wie hier 2 Bücher ineinanderverwunden und mit zusätzlichen Bordüren versehen werden.
Ich, als Tin Tin Laie fühlte mich gut unterhalten aber auch nicht hingerissen. Ich glaube wenn ein nicht politisch korrekter Amerikaner sich des Stoffes angenommen hätte, wäre ein etwas aufregenderer bzw. packenderer Film draus geworden. So plätschert das in einigen Phasen so vor sich hin bis dann die nächsten, aber dann auch wirklichh atemberaubende Aktion-Szene über den Zuschauer hereinbricht. Wie gesagt, "nice, but no cigar"!

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Jochen F. Schude

Sonntag, 13. November 2011

Cheyenne - This must be the place

Cheyenne - This must be the place (gesehen im Nov. 2011 (amerikanisches Original mit Untertitel) im Off-Broadway - Paolo Sorrentino
Meine Meinung: "2 = Kuhl"
In Facebook wird das Folgende erzählt.

Viele Leben schubbern so vor sich hin, egal wie durchgeknallt dessen Darreichungsform ausfällt. In diesem Fall wundert sich ein nicht erwachsen werden wollender Goth (phänomenale Darstellung durch Sean Penn - Madonna würde töten wenn sie nur eine Idee seiner Präsenz haben könnte) was das Alles soll.
Er hat ja Alles, eine wunderbare Frau (wenn die ihn zum lachen bringt, weiss der Zuschauer nicht so recht was dieses Geräusch aus Penns Mund sein soll - da aber Frances McDormand mit breitem Grinsen im Gesicht gluckernd vor sich hinlacht, muss es wohl auch sein Lachen sein, was da zu hören ist), Geld, Zeit, komische Zeitvertreibe, schwer einzuordnende Bekannte/Freunde und einen Hund aber Irgendetwas fehlt.
Ihm dabei zu zuschauen und zuzuhören, wie er nach und nach dieses Irgendetwas identifiziert und dann mit einer zuvor nicht zu erwartenden Hartnäckigkeit verfolgt ist wunderbar. Es wird viel Wahres und Kluges über uns Menschen und unser Leben erzählt, aber in so einer wunderbar verdrehten und teilweise märchenhaften Erzählform haben das noch nicht viele Regisseure getan. Bravo.

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Jochen F. Schude

Sonntag, 6. November 2011

Jean Michel Jarre - 2011






2011 Konzert (gesehen im Nov. 2011 in der LANXESS Arena Köln)
Meine Meinung: "3 = Okay"

Die erste Hälfte des Konzerts ist visuell als auch musikalisch eine schöne, verspielte und aufregende Reise durch das gesamte Jarre Kaleidoskop; aber dann. Der 2te Teil verkommt leider zur Kirmesshow mit Glitzer-MakeUp und Effekthascherei.
Ansonsten ist es schon irre wenn der Mann auf Laserstrahlen Piano spielt oder auf einer Maschine die wie ein verbogener stummer Diener aussieht mittels seines elektrischen Körperwiederstandes die Halle mit einem irrwitzigen Soundgebilde füllt. Am beindruckensten ist eine Kollage bei der er mit einer Videokamera auf der Nase von einer Maschine zu anderen hechtet und ein gewaltiges Sound-Puzzle zusammensteckt.

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Jochen F. Schude

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Melancholia






Melancholia (gesehen im Okt. 2011 (amerikanisches Original mit Untertitel) im Metropolis) - Lars von Trier
Meine Meinung: "2 = Kuhl"

Das Leben ist zu kurz um sich vom leben desselben abhalten zu lassen und trotzdem ist es traumatisch dem Ende ins Auge zu sehen und dies zu erkennen.

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Jochen F. Schude