Guardians of the Galaxy (gesehen September 2014 - Metropolis - VO, 3D) - Regie: James Gunn
Meine Meinung: "1 = Muss"
Nee nee nee; da hatte ich mich so auf den Song "Spirit in the sky" und
diese zoomige Schleife in der das Raumschiff sich einem
totenkopfähnlichem Gebilde nähert, gefreut. Und was is'; nix is'.! Der Trailer-Regisseur war wohl ein andere als der des Films. Grrrr.
Die
Stimmung die im Trailer schon eine ganz wunderbare Melange aus Action
Film, Scifiy und den Rittern der Tafelrunde kredenzte, setzt der Film aber auf
dem nächsten Zen-Level perfekt um.
5 Outcasts werden zusammengewürfelt und scheinen als Einzige in der Lage
und willens zu sein, der finalen Bedrohung der Galaxie etwas
entgegenzusetzen. Das klingt wie ein weiterer, beliebiger Aufguss irgendeiner
Helden/Comic-geschichte oder Legende. Aber weit gefehlt.
Diese - naja
- Superhelden kann man sie so nicht nennen; also diese etwas besonderen
Menschen / Wesen haben sich ihren Sinn für Humor Selbstironie, Einsilbigkeit und
Reflektion bewahrt und bescheren uns so einen sehr, sehr, sehr
unterhaltsamen Abenteuerfilm.
Tricktechnisch auf dem neuesten Stand, besticht die Stringenz
mit der das Marvel Universum als Projektionsfläche dieses Plots
eingebunden wird und dem donnernden Höhepunkt eine würdige Bühne verleiht.
Und wie gesagt; in der Art wie die Protagonisten sich durch die aberwitzigsten
Situation manövrieren ist einfach gutes, unterhaltsames Kino und verdammt komisch.
Alleine wenn Peter Quill (in einem Stummfilm wie "Die Nibelungen - Siegfried" von Fritz Lang; würde er einfach als "der Held" im Zwischentitel beschrieben) während seines Jobs als Dieb, sich auf
den Weg macht um einen großen Coup zu landen und es dabei aussehen
lässt als wäre er der John Travolta des 22zigsten Jahrhunderts, ist schon die Kinokarten wert.
Ach so, eins hätte ich fast noch vergessen; der Soundtrack ist umwerfend kuhl.
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Jochen F. Schude