Queen & Slim (gesehen Januar 2020 - OmdU Off-Broadway) Regie: Melina Matsoukas - Screenplay: Lena Waithe - Story: James Frey
Meine Meinung: "1 = Sähr Kuhl - Ein Muss"
Zwei Menschen schwarzer Hautfarbe sitzen in einem nicht wirklich anheimelden Restaurant und versuchen ihr Tinder-Date auf Touren zu bringen. Sie eher kurzangebunden und er freundlich insistierend, aber irgendwie ist klar: "Datt wird nix!"
120 Minuten später ist klar: "Wow, datt' is' watt; datt' ist sogar richtig watt'!" Die nach dem Verlassen des Restaurants beginnende Reise bzw. Flucht der Beiden, lässt sie sich näher kommen - was mit diesem Szenario als Startpunkt eher stockend gerät - schweisst sie langsam zusammen - ein sich Stellen der Polizei käme unter diesen Umständen einem Todesurteil gleich - und produziert ein Kaleidoskop irrwitziger Situationen. Wow; was ein Trip.
Alleine die Idee während der Flucht in einen Tanzschuppen zu gehen um dort wie in Abrahams Schoss alles um sich herum zu vergessen hat so einen Drive, eine Eleganz und gleichzeitige Melancholie, wie ich es lange nicht mehr im Kino erlebt habe. Ganz, ganz wunderbar.
Der ganze Film ist in dieser Art ein bisschen auf Links gedreht. Das fängt mit den wunderbaren Hauptdarstellern Jodie Turner-Smith und Daniel Kaluuya an (sie ist sowas von größer als er) und setzt sich bei allen Protagonisten fort. Die Erwartungshaltung der Zuschauer ist zum Spiel freigegeben und es ist nie sicher ob diese jetzt gerade sympathische Person, nicht vielleicht doch ein andere Agenda hat oder umgekehrt. Wie gesagt, die 2 Stunden vergehen wie im Fluge und am Schluss herrscht im Kino absolute atemlose und betäubte Stille.
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Freitag, 10. Januar 2020
Donnerstag, 9. Januar 2020
Hotel Artemis
Meine Meinung: "2 = cool"
Was tun, wenn der Bankraub in einem zukünftigen sehr gebeutelten L.A. schief geht und er/sie die sich eingefangenen Kugeln nicht selber - in westernmanier - mit einer über dem Feuer erhitzen Klinge aus dem Leib schneiden kann.
Genau; der geschundene Dieb checkt im Members-Only Hotel Artemis (Artemis - griechische Göttin der Jagdt) ein und hofft in der Notaufnahme auf Genesung.
Jodie Foster spielt hier die bemutternde Oberkrankenschwester und muss nebenher noch schauen, dass ihr Etablissement und Rückzugsort nicht unter die Räder kommt bzw. dem im überigen L.A. herrschenden Chaos anheim fällt.
So truddeln nach und nach alle Protagonisten mit allen ihren Geschichten und psychoanalytischen Gepäck ein und der Kabale steht nichts mehr in Wege.
Einiges gerät dabei recht "trashy" aber insgesamt sind die "Gewalt Pas de deux's" sehr stimmig und unterhaltsam choreographiert.
Was mir besonders gefiel, waren die Tricks mit denen Jody Foster es schafft sich von der ihr zugeschriebenen Erwartungshaltung als Schauspielerin zu entledigen. Sie erinnert an Marlon Brando im Paten Teil 1, wo er sich 2 Tampons in die Backen schob und ab da an nuscheln konnte und ein vollkommen andersartiges und nie dagewesenes Mienenspiel aufzog. In diesem Fall hinkt die Frau Foster und schon bekommt ihr Spiel alle möglichen neuen und skurielen Facetten.
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Le Mans 66
Meine Meinung: "1 = Sähr Kuhl"
Wie werden Autos verkauft in den 60zigern, was sind überhaupt Autos zu dieser Zeit? Ein Transportmittel, eine Rennmaschine, ein Fetisch, der sich noch besser verkaufen liesse wenn ein männliches und testosteron gesättigtes Image damit verbunden wäre.
So etwa denkt sich das die Ford Motor Company Anfang 1964 und versucht deshalb die Ferrari Vorherrschaft in Le Mans zu brechen.
So etwas bekommen nur extreme Charaktere hin und davon handelt diese Geschichte eigentlich. Wie man zusammen findet & arbeitet, sich streitet, sich zusammenrauft, einander vergibt bzw. füreinander einsteht. Mit diesem Timbre als Grundlage braucht es dann auch keine CGI Orgien um eine spannende, facettenhafte und immer unterhaltsame Renngeschichte zu erzählen, wobei Matt Damon und Christian Bale die Story umso glaubwürdiger machen. Alleine die Szenen wenn Matt Damon sich in seinen Cobra schwingt und vor lauter Motorkraft es nicht schafft den Wagen ohne schlingerndes Heck eine Strasse runterzufahren, lassen einen schmunzeln.
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Freitag, 30. Oktober 2015
The Marsian
The Martian (gesehen Oktober 2015 - OmdU Off-Broadway) Regie: Ridley Scott - Drehbuch: Drew Goddard - Buch: Andy Weir
Meine Meinung: "2 = cool"
Mars: The final frontier. These are the endeavors of Mark Watney and his 2 year adventure: exploring a strange new world, to seek out new ways of survival and to boldly return from the death as no-one has done before.
So oder so ähnlich könnte die Star Trek Phrase umformuliert werden um diesen Film zu beschreiben.
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Montag, 19. Oktober 2015
Sicario
Meine Meinung: "2 = cool"
Was machen eigentlich all diese amerikanischen Regierungsagenturen (CIA, DOD, FBI, HLS, DEA usw.usf) wenn es darum geht den "War on Drugs" zu führen.
"Well", es soll jetzt nicht darüber philosophiert werden ob dieser Krieg Sinn macht, oder er überhaupt gewonnen werden kann oder will und ob ein staatlich kontrolliertes Drogenmonopol diesem ganzen Wahnsinn den Boden unter den Füssen wegziehen und eine wahrlich beflügelende Diskussion über die moralischen und ethischen Werte die ihn bedingen, flugs in Gang setzten würde.
Geschenkt; wie sagt der Kölner "Ett is wie ett is" und so beginnt für eine FBI Agentin Kate Macer eine wahrhaft alptraumhafte Reise durch die obig beschriebene Gemengelage und Ihre eigene Wertewelt.
Was mir an diesem Film besonders gefallen hat, ist sein Sound. Klingt vielleicht irritierend, aber hier waren Artisten am Werk und es ist wahrlich eine Kunst die ohnehin schon starken Bilder mittels dieses Geräuschteppichs noch einen Dreh mehr zu geben.
Zum Schluss so scheint es siegt die persönliche Getriebenheit, womit das Thema der Moral und Ethik wieder in fetten Lettern durchs eigene Unterbewusstsein huschen darf und es sich fragen lässt, waren das jetzt 2 Stunden extrem gut gemachter Unterhaltung oder war da noch etwas Anderes?
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Samstag, 12. September 2015
Straight Outta Compton
Straight Outta Compton (gesehen September 2015 - OmdU Metropolis) - Regie: F. Gary Gray
Meine Meinung: "2 = cool"
"Mach eine Lehre und besorg Dir einen sicheren Job" so oder so ähnlich, würde das Gegenstück zu SOC lauten, denn die Jungs machen es anderes; nicht weil sie es wollen sondern weil ihnen die Umstände gar keine andere Wahl lassen.
Wie das so Zustande kommt, welche Höhen sie erreichen und wie sie sich zerstreiten erzählt dieses Bio-Pic. Nix wirklich Neues, aber der Drive mit dem es da zu Gang geht lässt einen nicht unberührt im Kinosessel sitzen.
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Codename U.N.C.L.E
Meine Meinung: "3 = hat was"
Das Ding ist nicht Fisch und nicht Fleisch. Grandioses Setdesign, tolles 60ziger Jahre Feeling aber nach der Eingangssequenz geht es eigentlich nur noch den Berg runter anstatt dem Climax entgegen.
Da können dann auch Splitscreens und homoerotische Dialogfestzen nichts mehr reissen insbesondere wenn die beiden Protagonisten nie den Drive anderer Paarungen (Danny Wilde & Lord Brett Sinclair (The Persuaders), Sherlock Holmes & Dr. Watson oder Sunny Crocket & Tubbs) erreichen.
Nichtsdestotrotz ist es keine schlechte Unterhaltung.
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