Mittwoch, 9. März 2011

Hurt Locker







Hurt Locker (gesehen im März 2011 auf DVD) - Kathryn Bigelow
Meine Meinung: "1 = Ein Muss"

Kinder, Kinder, Kinder! Stellt Euch vor es ist Krieg und jeder geht hin! Alle sind mittenmang und Keiner läuft weg! Wohin auch? Das Schlachtfeld ist überall, egal ob Stadt oder Acker. Die Guten wollen retten was nicht zu retten ist und die Bösen sehen alle aus wie wir, wenn wir Araber wären.
Wenn die Definition des asymmetrischen Krieges schon mal im Gespräch auftauchte und wenig Verständnis erzeugte, dann ist dieser Film die nervenzerüttende Echtzeit Darstellung dieses Zustandes. Der Feind scheint überall; es gibt keine offene Auseinandersetzung; du kannst dich nur noch auf deinen dir nächsten Kamaraden verlassen und Ritterlichkeit ist eine todbringende Illusion. Zu allem Überfluss können diesmal noch nichteinmal der Dschungel oder asiatische Gesichtszüge als Entschuldigung ins Feld geführt werden.
Es gibt nur das Sterben und das in den abstrusesten Varianten. Ob es dann physisch als körperzerreissende Bombe oder als halsdurchschlagende Kugel daher kommt bzw. im psychischen Sinne einen Thrill beschreibt der einen nicht mehr loslässt und so die persönliche Normalität zerstört, spielt für das Individuum keine Rolle.
Es gibt nur Leid. Leid bei allen Beteiligten, insbesondere den eigentlich nicht beteiligten Zivilisten.

Dieses Szenario als Action-Film umzusetzen ohne dabei den üblichen Verführungen des Generes zu erliegen, ist der nicht umsonst mit dem Oscar prämierten Leistung der Regie und der bis ins Letzte wunderbar besetzten Darsteller-Crew, zu verdanken.

Wahrscheinlich brauchte es eine Frau um in diesem Männer-Territorium die Betonung auf die wichtigen, letztendlich unser menschlichen Leben definierenden Aspekte zu lenken.


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Jochen F. Schude

Montag, 7. Februar 2011

Tron - Legacy







Tron - Legacy (gesehen im Februar 2011 im Cinedom) - Joseph Kosinski
Meine Meinung: "3 = Geht so"

Mann;mann,mann. Da gibt es dann Teil 2 und Teil 1 liegt fast 30 Jahre zurück. Vor mehr als 20 Jahren habe ich kopfschüttelnd und basserstaunt im 2D Kino gesessen und mir die Augen gerieben um heute kopfschüttelnd im 3D Kino zu sitzen. Eigentlich ist das gar nicht Teil 2, es ist Teil 1 nur nochmal erzählt! Na wenn das ma' nich' langweilig wird? Tja und genauso isses dann geworden; langweilig.
Das jeweils erste Mal wenn einer dieser Wahnsinnseffekte sich zeigt steigt die Aufregung ein bisserl aber auch genauso schnell isse' wieder weg, weil es nichts gibt was sich entwickelt. Die ersten Male wenn dieser gewaltige DAF-PUNK Sound die Kinosessel erzittern lässt, kommt ein leichtes Kribbeln auf, aber das wars dann auch schon. Die Story war schon vor über 20 Jahren geeckig, flach und ziemllich technoid und heute ist sie eigentlich noch flacher.
Naja und wenn dann so ein wirklich guter Schauspieler wie Jeff Bridges (siehe: The Big Lebowski) es nicht schafft auch nur ein wenig Emotion in diese verspiegelte Monsterkulisse zu zaubern, dann wars das halt. Als Technikbeweis wird der Film in 20 Jahren zitiert werden, weil er der erste war der ... und ... eingesetzt und umgesetzt hat, aber als Film wird in 20 Jahren dann nur noch der derweil 50 Jahre alte Teil 1 zitiert werden.

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Jochen F. Schude

Montag, 27. Dezember 2010

A Somewhat Gentle Man








A Somewhat Gentle Man (gesehen im Dezember 2010 im Off Broadway) - Hans Petter Moland
Meine Meinung: "2 = Cool"

Eigentlich hätte der Film ja heissen müssen: "Ulrik und die Frauen" aber das wäre dann wahrscheinlich doch zu platt gewesen.

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Jochen F. Schude

The kids are alright







The Kids are alright (gesehen im Dezember 2010 im Off Broadway) - Lisa Cholodenko
Meine Meinung: "2 = Cool"

Das eine Paarbeziehung aus 70% Arbeit, aus 10% Glück in Form des Zufalls und 20% aus Glück im eigentlichen Sinne besteht, war eigentlich klar! Es aber im Spiegel so wunderbar entzerrt zu bekommen ist wahrlich ein grosses Glück!

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Jochen F. Schude

Dienstag, 16. November 2010

Machete






Machete (gesehen im November 2010 im Metropolis) - Ethan Maniquis, Robert Rodriguez
Meine Meinung: "4 = geht so"

Das ist ja eine super Idee, "Grindhouse" Filme, also eigentlich das berühmt berüchtigte Double-Feature, einerseits hochleben zu lassen und anderseits riesig viel Spass dabei zu haben, es mit vielen Freunden und Augenzwinkern ins neue Jahrtausend zu hieven.
Tja, dolle Idee, aber auch gar nicht so einfach. Der Dreh beim Shoot-Out die close-up-and-personal Variante zu propagieren, hat 20 Minuten lang seinen Reiz, aber dann wird es öde und der ewigliche fleischzerfetzende und blutsprundelnde Sound macht es nicht aufregender. Die hauchdünne Story von Verrat, Rache und HappyEnd hätte auch in 85 Min. durchlebt werden können und dabei keinen Abbruch erlitten und dieses weniger wäre dann mehr gewesen. So schleicht sich ein Gefühl von Wiederholung ein und die Babes (Jessica Alba, Michelle Rodriguez, Lindsay Lohan, Electra Avellan; 2 ungenannte Aktrissen, die als miniberockte Krankenschwestern, mit MAC10 auf der Hüfte im Rhytmus der Salven Ihre Oberweiten schwinge lassen gar nicht namentlich zu erwähnen) reissen es dann schlieslich und endlich auch nicht raus.
So gibt es dann einige für sich stehende Szenen, die von hohem Unterhaltungswert sind, die aber im Film an sich versanden. Schliesslich wird der politische Standpunkt immer mal wieder zelebriert, aber das wars dann auch schon. Chance vergeben; Tarantino hat sich da mit "Death Proof" vor 3 Jahren wesentlich besser aus der Affäre gezogen!


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Jochen F. Schude

Montag, 15. November 2010

The Social Network





The Social Network (gesehen im Oktober 2010 im Metropolis) - David Fincher
Meine Meinung: "2 = Cool"

... "boy meets girl", äh tschuldigung; ja, er trifft sie, aber die Abfuhr ist so gewaltig, dass er, wenn er diese Scharte auswetzt, verglichen werden muss mit den Grossen dieser Welt, ob nun Alexander, Alan Turing oder Henry Ford! Was dieser Geek respektive Nerd aus Erica's Abfuhr macht, hat Stil, Drive und Panache. Auch wenn alle Welt sich aus guten Gründen, darauf zurückzieht, dass dies NICHT die Geschichte von Facebook ist, sind die Parallelen sehr unterhaltsam anzuschauen und die Energie gewaltig, die da in Bewegung gesetzt wird. Ergo, der Film ist cool, gut geschnitten, zeigt den durchschnittlichen Jungmann in prekären Situationen und schliesslich den Unterschied zwischen Durchschnitt und Außergewöhnlichem, egal wie dessen Ausprägung von der Mitte der Gaussischen Verteilung aus gesehen wird.
Lange nicht mehr so ein mitreissendes Stück Kinno über eine so trockene Dinge, wie Algorithmen, Coypyrights, Share Capital Development oder ausgeprägte Persönlichkeitsdefizite gesehen.
Das ist dann "Sneakers", "Glengarry Glen Ross" und "Michael Clayton" in einem, ohne Superstars! Bravo.



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Jochen F. Schude

Sonntag, 10. Oktober 2010

Der Familie Popolski - From Zabrze with Love




Popolski - From Zabrze with Love (gesehen im Oktober 2010 in der E-Werk Köln)
Meine Meinung: "1 = Ein muss"

Au backe ... was eine wundervolle Show!